Laserbehandlungen · Pigmentlaser

Welche Flecken lassen sich mit einem Pigmentlaser behandeln und warum ist Melasma anders?

Ein Pigmentlaser soll Melaninansammlungen in der Haut mit sehr kurzen, energiereichen Impulsen aufbrechen.

Er kann sich für Sonnenflecken und manche Geburtsmale eignen, während der Laser Melasma verschlechtern kann; dort ist ein sehr vorsichtiges Vorgehen mit niedriger Energie nötig. Jeder Fleck sollte vor einem Laser ärztlich beurteilt werden.

Lasertypen
Q-Switch-Nd:YAG- und Pikosekundenlaser; lichtbasierte Systeme für manche Flecken
Möglicherweise geeignete Flecken
Sonnenflecken, Sommersprossen, manche braunen Male
Erfordert besondere Vorsicht
Melasma und Verdunkelungen nach einer Entzündung
Erster Schritt
Beratungsgespräch; bei Bedarf Dermatoskopie

Wie funktioniert ein Pigmentlaser?

Sehr kurze Laserimpulse zertrümmern Melaninansammlungen durch Wärme- und Druckwirkung. Die Fresszellen des Körpers entfernen die Bruchstücke anschließend mit der Zeit.

Q-Switch-Laser arbeiten mit Impulsen im Nanosekundenbereich, Pikosekundenlaser mit noch kürzeren. Je kürzer der Impuls, desto mehr bleibt die Energie am Ziel, bevor sich Wärme ausbreitet, was helfen kann, das umliegende Gewebe zu schützen.

Der Fleck kann kurz nach der Behandlung dunkler werden und verkrusten; die Kruste fällt innerhalb von ein bis zwei Wochen ab, und die Farbe hellt sich danach allmählich auf. Die Kruste sollte nicht abgekratzt werden.

Welche Flecken eignen sich für den Laser?

Sonnenflecken, Sommersprossen und manche braunen Flecken können sich für den Laser eignen. Ein Mal, das neu ist, schnell wächst, einen unregelmäßigen Rand hat oder seine Farbe verändert, erfordert vor jedem Laser eine dermatologische Beurteilung.

Nicht alles, was wie ein Fleck aussieht, ist harmlos. Manche Hautkrebsarten und muttermalähnliche Veränderungen können einem Fleck ähneln, und ihre Behandlung mit dem Laser kann die Diagnose verzögern. In Zweifelsfällen stehen Dermatoskopie und bei Bedarf eine Biopsie an erster Stelle.

Der Laser kann ebenso bei manchen tiefer in der Dermis liegenden Geburtsmalen eingesetzt werden, doch Ansprechen und Anzahl der Sitzungen hängen von der Art der Veränderung ab. Die Unterschiede werden auf der Seite zu Pigmentierung und Melasma erklärt.

Warum kann der Laser bei Melasma riskant sein?

Melasma ist eine Pigmentstörung, die empfindlich auf Hormone, Sonne und Wärme reagiert. Ein energiereicher Laser kann sie verschlechtern oder ihr Wiederauftreten begünstigen.

Grundlage der Melasma-Behandlung sind meist Sonnenschutz, eine äußerliche aufhellende Behandlung und bei Bedarf Medikamente oder Eingriffe. Der Laser wird nur in wenigen ausgewählten Fällen, mit niedriger Energie und unter fachärztlicher Aufsicht erwogen, und das Ergebnis kann unvorhersehbar sein.

Sonne und Wärme lösen Melasma aus, und es kann selbst nach einer Behandlung wiederkehren. Das Thema wird auf der Seite zu Pigmentierung und Melasma ausführlicher behandelt.

Wie viele Sitzungen sind nötig und wie wird der Verlauf kontrolliert?

Ein klar abgegrenzter, oberflächlicher Sonnenfleck kann sich in einer oder wenigen Sitzungen aufhellen; tiefere oder großflächige Flecken erfordern mehr. Zwischen den Sitzungen liegen meist einige Wochen.

Farbe, Tiefe, Größe und Hautton beeinflussen die Anzahl der Sitzungen. Nicht jeder Fleck hellt sich gleich stark auf; manche sprechen nur teilweise an oder können wiederkehren.

Sonnenschutz nach jeder Sitzung ist sehr wichtig; ungeschützte Sonnenexposition kann Ergebnisse zunichtemachen und neue Flecken entstehen lassen.

Welche Risiken gibt es und was sollte ich danach tun?

Rötung, Krusten und vorübergehende Verdunkelung sind häufig. Seltener können Aufhellung, bleibende Farbveränderungen, Narben und Infektionen auftreten. Sonnenschutz ist unerlässlich.

Das Risiko für Pigmentveränderungen ist bei gebräunter Haut, kürzlich sonnenexponierter Haut und dunkleren Hauttönen höher; deshalb sind Zeitpunkt und Testimpuls wichtig.

Kratzen Sie keine Krusten ab, verwenden Sie einen Breitband-Sonnenschutz und befolgen Sie die ärztlich empfohlene Pflege. Allgemeine Grundsätze finden Sie auf der Seite zur Nachsorge nach Laserbehandlungen.

Häufige Fragen

Ist ein Pigmentlaser für jeden geeignet?

Nein. Art des Flecks, Hautton, hormonelle Situation und Sonnenexposition bestimmen die Eignung. Melasma und zweifelhafte Veränderungen erfordern besondere Vorsicht oder zuerst eine andere Abklärung.

Kann der Fleck nach dem Laser zurückkommen?

Wird die Haut nicht vor der Sonne geschützt und bleibt die Neigung bestehen, können sich neue Flecken bilden oder der alte kann zurückkehren. Regelmäßiger Sonnenschutz ist die wichtigste Vorsichtsmaßnahme.

Was ist der Unterschied zwischen Q-Switch- und Pikosekundenlasern?

Beide brechen Pigment mit kurzen Impulsen auf; Pikosekundenimpulse sind kürzer. Welcher sich für einen bestimmten Fleck eignet, hängt vom Fleck, der Haut und dem verfügbaren Gerät ab und wird ärztlich entschieden.

Kann ein Muttermal mit dem Laser entfernt werden?

Vor der Laserbehandlung eines Muttermals wird eine dermatologische Beurteilung empfohlen. Wird ein verdächtiges Muttermal auf diese Weise entfernt, kann eine Diagnose übersehen werden.

Ist ein Pigmentlaser in der Schwangerschaft möglich?

Kosmetische Laserbehandlungen werden meist verschoben. In der Schwangerschaft entstandene Flecken verblassen nach der Geburt manchmal von selbst; Verlaufskontrolle und Zeitpunkt werden mit der Ärztin bzw. dem Arzt festgelegt.

Quellen (4)
  1. International Journal of Dermatology (Latin American consensus panel): Latin American consensus on the treatment of melasma (2024)
  2. Journal of Clinical Medicine: Management of Melasma: Laser and Other Therapies-Review Study (2024)
  3. Postępy Dermatologii i Alergologii: Lasers' Q-switched treatment in skin and subcutaneous lesions - review (2023)
  4. American Academy of Dermatology: Skin conditions that lasers can treat

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Beurteilung. Bei jedem medizinischen Eingriff können die Ergebnisse von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Vor dem Eingriff wird eine ausführliche ärztliche Beratung empfohlen.

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