Laserbehandlungen · Hormone und Haarentfernung

Wirkt die Laser-Haarentfernung bei hormonbedingtem Haarwuchs?

Bei hormonbedingtem übermäßigem Haarwuchs kann der Laser die vorhandenen Haare verringern, doch da der hormonelle Reiz fortbesteht, können Haare zurückkehren.

Der Laser wird deshalb meist zusammen mit einer medizinischen Abklärung der zugrunde liegenden Ursache in Betracht gezogen, und Erhaltungssitzungen können nötig sein. Die Ursache des übermäßigen Haarwuchses sollte endokrinologisch oder gynäkologisch geklärt werden.

Häufige Ursachen
Polyzystisches Ovarialsyndrom, manche hormonellen Ungleichgewichte, Medikamente, familiäre Veranlagung
Rolle des Lasers
Verringert vorhandene Haare; beseitigt nicht den hormonellen Reiz
Oft zusätzlich nötig
Erhaltungssitzungen und gegebenenfalls eine medizinische Behandlung
Warnzeichen
Rasch neu auftretender Haarwuchs, tiefer werdende Stimme, unregelmäßige Periode

Wie beeinflussen Hormone den Haarwuchs?

Hormone, die als Androgene bezeichnet werden, regen die Haarfollikel an und können dickes, dunkles Haar an Gesicht und Körper verursachen. Bei manchen Menschen sind die Hormonspiegel normal, die Follikel reagieren aber empfindlich auf sie.

Übermäßiger Haarwuchs in männlichem Verteilungsmuster wird als Hirsutismus bezeichnet. Das polyzystische Ovarialsyndrom gehört zu den häufigsten Ursachen, doch auch Erkrankungen der Schilddrüse, der Nebennieren oder der Hirnanhangdrüse sowie manche Medikamente können den Haarwuchs verstärken.

Der Haarwuchs kann das einzige Zeichen sein oder mit unregelmäßiger Periode, Akne, dünner werdendem Kopfhaar und Gewichtszunahme einhergehen. Liegen solche Zeichen vor, ist eine medizinische Abklärung vor dem Laser sinnvoll.

Warum kann der Laser bei hormonbedingtem Haarwuchs an Grenzen stoßen?

Der Laser schwächt vorhandene Follikel, doch solange der hormonelle Reiz anhält, können Follikel, die bisher kein Haar gebildet hatten, aktiviert werden, und neue Haare können erscheinen.

Das bedeutet nicht, dass der Laser versagt hat; da die Veranlagung bestehen bleibt, können zur Erhaltung des Ergebnisses Erhaltungssitzungen nötig sein. Wird das hormonelle Ungleichgewicht behandelt, lässt sich die durch den Laser erreichte Verringerung möglicherweise besser erhalten.

Manche Menschen haben viele feine, helle Haare, die schlechter auf den Laser ansprechen. Die Erwartungen sollten nach einer Untersuchung der Haare realistisch besprochen werden.

Was sollte vor dem Laser abgeklärt werden?

Der erste Schritt bei übermäßigem Haarwuchs ist die Suche nach der Ursache. Anamnese, Untersuchung und bei Bedarf Hormontests werden endokrinologisch oder gynäkologisch veranlasst.

Haarwuchs, der rasch einsetzt, eine tiefer werdende Stimme, deutliche Zyklusstörungen oder eine neue Zunahme der Muskelmasse können auf ernstere Ursachen hinweisen und erfordern eine zeitnahe fachärztliche Abklärung.

Lässt sich die hormonelle Ursache medikamentös behandeln, plant dies die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt; Wahl und Menge des Medikaments sind Entscheidung dieser Fachrichtung, nicht der Person, die den Laser anwendet. Der Laser wird als Methode betrachtet, die diese Behandlung unterstützt.

Wie wird ein Laserplan bei hormonbedingtem Haarwuchs erstellt?

Der Plan hängt von Haarstruktur, Bereich und Hautton ab, und die Sitzungen verlaufen oft geduldig in Abständen. Um die Ergebnisse zu erhalten, können Erhaltungssitzungen und eine Verlaufskontrolle der hormonellen Erkrankung nötig sein.

In hormonempfindlichen Bereichen wie Gesicht und Hals zeigen sich neue Haare häufiger. Dort können die Abstände kürzer und die Kontrollen häufiger sein.

Grundlegende Vorbereitung und Abstände werden auf der Seite zur Laser-Haarentfernung beschrieben. Ihre hormonelle Situation zu kennen und der behandelnden Person mitzuteilen, hilft, den Plan realistisch zu halten.

Wann sollte ich eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen?

Ist der Haarwuchs neu, nimmt er rasch zu oder geht er mit unregelmäßiger Periode oder einer tiefer werdenden Stimme einher, suchen Sie vor dem Laser eine Ärztin oder einen Arzt auf. Diese Zeichen können auf ein zugrunde liegendes gesundheitliches Problem hinweisen.

Bei geplanter Schwangerschaft erfordern medikamentöse Behandlung und der Zeitpunkt des Lasers besondere Sorgfalt und sollten mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Eine kosmetische Haarreduktion ersetzt nicht die Suche nach der medizinischen Ursache. Ist diese geklärt, kann der Laser unter ärztlicher Mitwirkung geplant werden.

Häufige Fragen

Ist Laser-Haarentfernung bei PCOS möglich?

Meist ja, doch da das Haar unter hormoneller Anregung zurückkehren kann, können Erhaltungssitzungen nötig sein. Die Ärztin bzw. der Arzt beurteilt die Eignung im Beratungsgespräch und kann eine endokrinologische Verlaufskontrolle empfehlen.

Reguliert der Laser die Hormone?

Nein. Der Laser wirkt auf die Haarfollikel und verändert die Hormonspiegel nicht. Hormonelle Probleme erfordern eine Beurteilung durch die zuständige Fachrichtung.

Ist ein Laser während einer Hormonbehandlung möglich?

Meist ja, doch die eingenommenen Medikamente müssen der Ärztin bzw. dem Arzt mitgeteilt werden, da manche die Lichtempfindlichkeit erhöhen können. Eine gemeinsame Entscheidung mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt ist angebracht.

Warum kommen nach dem Laser manche Haare zurück?

Nicht jeder Follikel wird gleichzeitig erfasst, und der hormonelle Reiz kann neue Follikel aktivieren. Sitzungen oder Erhaltungssitzungen können dann wiederholt werden.

Kann das Haar nach dem Laser dichter wachsen?

Selten wurde ein verstärkter Haarwuchs beschrieben, meist an Gesicht und Hals und bei dunklerer Haut. Er sollte der Ärztin bzw. dem Arzt gemeldet und der Plan überprüft werden.

Quellen (4)
  1. Endocrine Society (Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism): Evaluation and Treatment of Hirsutism in Premenopausal Women: An Endocrine Society Clinical Practice Guideline (2018)
  2. American Academy of Dermatology: Laser hair removal: Overview
  3. British Journal of Dermatology: A randomized controlled trial of laser treatment among hirsute women with polycystic ovary syndrome (2005)
  4. Cureus: Impact of Laser Therapy on the Quality of Life in Women Living With Polycystic Ovary Syndrome-Associated Hirsutism: An Observational Study (2024)

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Beurteilung. Bei jedem medizinischen Eingriff können die Ergebnisse von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Vor dem Eingriff wird eine ausführliche ärztliche Beratung empfohlen.

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