Was verursacht fettige Haut?
Die Talgdrüsen produzieren Talg, das natürliche Hautfett. Die Menge kann in der Pubertät, in hormonellen Phasen und bei erblicher Veranlagung steigen.
Talg bildet eine Schutzschicht auf der Haut; Ziel ist ein Gleichgewicht, nicht seine vollständige Entfernung. Die Produktion wird von Hormonen wie den Androgenen, vom Alter, von Hitze und Feuchtigkeit, von manchen Medikamenten und von der Veranlagung beeinflusst. Der Einfluss von Stress und Ernährung ist von Mensch zu Mensch verschieden, und die Datenlage ist nicht in jedem Punkt eindeutig.
Produkte, die die Haut übermäßig austrocknen, und kräftiges Schrubben schädigen oft die Barriere, sodass die Haut zugleich fettig und empfindlich wirken kann. Deshalb wird auch bei fettiger Haut in der Regel eine Feuchtigkeitspflege empfohlen. Eine plötzlich zunehmende Fettigkeit, vor allem zusammen mit unregelmäßigem Zyklus oder verstärktem Haarwuchs, kann eine ärztliche Abklärung erfordern.
Können Poren kleiner werden und warum entstehen Mitesser?
Die Porengröße ist weitgehend genetisch bedingt und lässt sich nicht verändern, Poren können aber weniger auffallen, wenn Verstopfungen abnehmen und sich die Hautstruktur verbessert.
Mitesser entstehen, wenn sich Talg und abgestorbene Zellen in einer Pore sammeln und bei Kontakt mit Luft nachdunkeln. Ausdrücken erhöht das Risiko für Entzündungen und Flecken. Fettlösliche Peelingwirkstoffe wie Salicylsäure und Retinoide können helfen, Verstopfungen zu verringern; die Wahl hängt vom Hauttyp ab.
Sonnenschäden und Kollagenverlust lockern das Gewebe um die Poren, sodass sie mit dem Alter größer wirken können. Sonnenschutz ist daher ein unscheinbar wichtiger Teil der Porenpflege.
Wie sollte die tägliche Pflege bei fettiger Haut aussehen?
Ein milder Schaumreiniger, eine ölfreie Feuchtigkeitspflege und täglicher Sonnenschutz sind für die meisten eine solide Basis. Wirkstoffe werden langsam ergänzt.
Das Gesicht bis zu zweimal täglich zu waschen, ist ein gängiger Ansatz; häufige scharfe Reinigung senkt den Talg nicht und kann die Haut empfindlich machen. Wirkstoffe wie Niacinamid, Salicylsäure oder ein Retinoid werden einzeln und mit niedriger Häufigkeit ausprobiert, damit sich ein reizendes Produkt leichter erkennen lässt.
Ölfreies oder nicht komedogenes Make-up und ebensolche Sonnenschutzmittel können Verstopfungen verringern. Den Gesamtrahmen finden Sie im Ratgeber zur Hautpflegeroutine.
Wann ist medizinische Unterstützung nötig?
Ausgedehnte Akne trotz Pflege, schmerzhafte Zysten, Narbenbildung oder ein plötzlicher Anstieg der Fettigkeit erfordern eine dermatologische Beurteilung.
Verschreibungspflichtige topische Mittel, eine hormonelle Abklärung oder Medikamente zum Einnehmen werden nur auf ärztliche Entscheidung begonnen. Chemische Peelings und einige Geräteverfahren können auf Fettigkeit und Porenbild abzielen, doch aktive Infektionen, kürzliche Isotretinoin-Einnahme, Schwangerschaft und Sonnenbrand verändern den Plan.
Im Beratungsgespräch prüft die Ärztin oder der Arzt Ihre Haut, Ihre Vorgeschichte und Ihre Medikamente und entscheidet, ob ein Verfahren geeignet ist. Ergebnisse sind unterschiedlich, ein bestimmtes Ergebnis kann nicht zugesichert werden.
Häufige Fragen
Braucht fettige Haut eine Feuchtigkeitspflege?
Meist ja. Eine leichte, ölfreie Feuchtigkeitspflege unterstützt die Barriere; Feuchtigkeitsmangel kann dazu führen, dass die Haut noch mehr Fett zu produzieren scheint.
Lassen sich Poren ganz verschließen?
Nein. Poren gehören zur normalen Haut. Weniger Verstopfungen und eine bessere Hautqualität können ihr Erscheinungsbild mildern.
Ist das Ausdrücken von Mitessern schädlich?
Ja, es kann das Risiko für Entzündung, Rötung und Flecken erhöhen. Bei hartnäckigen oder ausgedehnten Mitessern ist der Gang zur Fachärztin oder zum Facharzt sicherer.
Sollte fettige Haut Sonnenschutz verwenden?
Ja. Es lassen sich ölfreie Texturen als Gel oder Fluid wählen. Sonnenschäden fördern Hautalterung und Pigmentflecken.
Quellen (3)
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Beurteilung. Bei jedem medizinischen Eingriff können die Ergebnisse von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Vor dem Eingriff wird eine ausführliche ärztliche Beratung empfohlen.
