Wie wird ein Carbon-Laser-Peeling durchgeführt?
Eine kohlenstoffhaltige Flüssigkeit wird auf die gereinigte Haut aufgetragen, und sobald sie getrocknet ist, wird Laserlicht über die Oberfläche geführt. Der Kohlenstoff absorbiert das Licht und soll auf Oberflächenzellen und Talgablagerungen wirken.
Der verwendete Laser ist geräteabhängig; häufig wird ein Laser der Nd:YAG-Klasse eingesetzt. Gerät und Einstellungen sind ärztliche Entscheidung. Eine Sitzung ist meist kurz.
Anders als ein klassisches chemisches Peeling führt die Methode nicht zu sichtbarem Schälen der Haut. Sie wird deshalb als leichtere Behandlung beschrieben, und ihre Wirkung kann gering bleiben.
Was ist bei Poren und fettiger Haut zu erwarten?
Die Hautoberfläche kann nach einer Sitzung glatter und strahlender wirken, und die Talgbildung kann eine Zeit lang abnehmen. Die Porenstruktur ist weitgehend individuell, die Wirkung ist deshalb begrenzt und hält möglicherweise nicht an.
Das Erscheinungsbild der Poren hängt mit Talgproduktion, Hautdicke, Sonnenschäden und Alter zusammen. Die Behandlung kann die Oberfläche klären, verändert diese strukturellen Merkmale aber nicht. Zur Erhaltung der Wirkung können Sitzungen wiederholt werden, und die tägliche Hautpflege ist wichtig.
Bei aktiver entzündlicher Akne kann zuerst eine medizinische Behandlung nötig sein. Einzelheiten finden Sie in den Ratgebern zu fettiger Haut und Akne.
Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es?
Vorübergehende Rötung, Empfindlichkeit und Trockenheit können auftreten. Selten kann es zu Verbrennungen, Pigmentveränderungen oder einem Lippenherpes-Schub kommen; bei dunklerer Haut und kürzlich gebräunter Haut ist besondere Vorsicht nötig.
Da Laserlicht verwendet wird, ist Augenschutz nötig, und die behandelnde Person sollte geschult sein. Bei empfindlicher, zu Rötung neigender oder rosazeaanfälliger Haut können die Reaktionen stärker ausfallen.
Nach einer Sitzung ist Sonnenschutz nötig. Die Seite zur Nachsorge nach Laserbehandlungen behandelt die allgemeinen Regeln.
Für wen ist es nicht geeignet oder wer sollte abwarten?
Aktive Infektionen, offene Wunden, stark entzündete Akne, kürzliche Bräunung, Schwangerschaft und die Einnahme von Isotretinoin führen meist zu einem Aufschub.
Lichtsensibilisierende Medikamente, Lippenherpes in der Vorgeschichte und Hauterkrankungen sollten der Ärztin bzw. dem Arzt mitgeteilt werden. In Schwangerschaft und Stillzeit werden kosmetische Laserbehandlungen in der Regel verschoben.
Die Ärztin bzw. der Arzt erklärt ebenso Optionen, die möglicherweise besser passen, zum Beispiel eine medizinische Hautpflege oder ein chemisches Peeling.
Häufige Fragen
Schließt ein Carbon-Peeling die Poren?
Poren schließen sich nicht. Das Erscheinungsbild kann sich nach der Klärung der Oberfläche eine Zeit lang verbessern, doch die Porenstruktur ist weitgehend individuell.
Wie viele Sitzungen werden empfohlen?
Die Anzahl hängt von Person und Ziel ab. Die Ärztin bzw. der Arzt schlägt im Beratungsgespräch eine Spanne und einen Abstand vor; die Ergebnisse sind nicht vorhersagbar und individuell verschieden.
Kann nach einer Sitzung Make-up getragen werden?
Das hängt von den ärztlichen Anweisungen ab. Meist wird um eine kurze Wartezeit gebeten, damit sich die Haut beruhigt.
Ist es im Sommer möglich?
Wegen des Risikos durch Sonnenexposition wird es sorgfältig geplant. Die Seite zu Laser im Sommer erklärt die Einzelheiten.
Sind Carbon-Peeling und chemisches Peeling dasselbe?
Nein. Für das Carbon-Peeling ist Laserlicht nötig; ein chemisches Peeling verwendet Säurelösungen. Wirktiefe und Risiken können sich unterscheiden.
Quellen (2)
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Beurteilung. Bei jedem medizinischen Eingriff können die Ergebnisse von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Vor dem Eingriff wird eine ausführliche ärztliche Beratung empfohlen.
